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Personen und Dinge
Dr. jur. Cornelia Vismann
Das römische Recht setzt eine Differenz zwischen
Personen und Dingen, res et personae, die bis heute wirkmächtig
ist. Nie ist sie ganz in der philosophischen Unterscheidung zwischen
Subjekt und Objekt aufgegangen. Das Seminar verfolgt den juristischen
Personenbegriff in seiner Ausdifferenzierung gegen den Ding-Begriff bis in
die Gegenwart. Hier zeigt sich eine Tendenz zur Verdinglichung von
Personen, die wiederum von einer Personalisierungstendenz der Dinge
gekreuzt wird. Kommt es nun also zu einer Vermischung und Hybridisierung
der Kategorien oder lässt sich unter Ausschöpfung sämtlicher
Bedeutungsschichten von res eine Dimension der Dinge
wiedergewinnen, die durch die Reduktion der Dinge auf eigentumsfähige
Sachen verschüttet wurden? Der kulturwissenschaftliche „Ding-Turn“, der in
den Lektüren reflektiert werden wird, soll auf die Frage hin gelesen
werden, wie man den Dingen im Recht einen ihnen angemessenen Platz
einräumen kann, ohne sie deswegen zu Personen zu machen.
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Vorläufiger Seminarplan
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Ahnenkult und Person
Textvorlage:
Marcel Mauss, Soziologie und Anthropologie, Band 2 (Gabentausch;
Soziologie und Psychologie,; Todesvorstellung; Körpertechniken;
Begriff der Person), Frankfurt am Main et al. 1975.
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Res et
persona im römischen Recht
Textvorlage:
Okko Beherends u.a.,
Corpus iuris civilis: die Institutionen, Text und Übersetzung,
Heidelberg 1993.
Yan Thomas, „Res, chose et patrimoine. (Note sur le rapport
sujet-objet en droit romain)”, in: Archives de philosophie du droit
25, 1980, 413-426.
Sachen: §§ 90 ff BGB, Historisch-kritischer Kommentar, hg.von Matthias
Schmöckel et al., kommentiert von Thomas Rüfner.
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Person - Fiktion
- Stellvertretung
Textvorlage:
Ernst H.Kantorowicz,
Die zwei Körper des Königs, Phönix-Kapitel.
Gierke Genossenschaftsrecht Bd. 3, 279 ff (persona ficta)
Thomas Hobbes, Leviathan, Kap. 16
John Locke, Über den menschlichen Verstand, 2. Buch Über die Ideen,
Kap. 27
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Das
Ding
Textvorlage:
Heidegger, Martin
Das Ding, Kant Vorlesung.
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Die Dinge
Textvorlage:
Latour, Bruno: Dingpolitik, Merve.
Making Things Public -
Atmospheres of Democracy 2005 MIT Press
and ZKM Karlsruhe, Germany. Edited by Bruno Latour and Peter Weibel (Dölemeyer
und Text zu heidegger).
Alain
Pottage, “Introduction: the fabrication of persons and things”, in:
Alain Pottage and Martha Mundy (Eds.), Law, Anthropology and the
Constitution of the Social : Making Persons and Things, Cambridge
University Press 2004.
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Dinge als
Personen – Personen als Dinge
Textvorlage:
Gunther Teubner, „Elektronische Agenten und große Menschenaffen: Zur
Ausweitung des Akteurstatus in Recht und Politik“, in: Zeitschrift für
Rechtssoziologie 27 (2006), 5-30.
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